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Milchstraße fotografieren – aber wie?

Um die Milchstraße gut fotografieren zu können braucht es einiges an Vorbereitung. In diesem Blogpost möchte ich euch zeigen, was hinter einem Foto der Milchstraße steckt. 

1. Die Milchstraße zu optimalen Bedingungen finden
Um die Milchstraße zu finden, können wir verschiedene Apps verwenden. Welche ich nutzte, habe ich euch in diesem Blogartikel bereits zusammengefasst (10 tolle Apps für die erfolgreiche Planung einer Fototour). Sie zeigen uns genau wann und wo die Milchstraße zu sehen sein wird. Wenn wir dann zum gewählten Zeitpunkt am richtigen Ort sind ist es außerdem wichtig, dass die Mondphase im Neumond ist. Ansonsten strahlt der Mond zu hell und wir können die Milchstraße nicht sehen bzw. wird sie kaum bis gar nicht am Foto sichtbar sein. Das führt mich auch gleich zum nächsten Punkt: Die Lichtverschmutzung.
Damit unsere Kamera die Milchstraße aufnehmen kann, ist es wichtig so wenig Lichtverschmutzung wie möglich zu haben. Aus diesem Grund fotografiere ich die Milchstraße besonders gerne an Orten, die rundherum von Bergen umgeben sind. Sie bieten einen gewissen Schutz vor dem Licht der Städte. Auch hier können wir mit Hilfe von Apps Orte ausfindig machen die kaum oder bestenfalls keine Lichtverschmutzung aufweisen.
Zu guter Letzt hängt ein erfolgreiches Milchstraßenbild immer noch vom Wetter ab: der Himmel sollte weitgehend klar und die Luftfeuchtigkeit nicht zu hoch sein, damit die Sicht auf die Milchstraße frei ist.
Haben wir nun den perfekten Ort mit den optimalen Bedingungen ausfindig gemacht um die Milchstraße zu fotografieren, geht es daran das Motiv zu planen. Je nach gewünschtem Resultat können wir uns an Blending, Timeblending oder Composite Techniken bedienen. Je nachdem kann auch das Equipment, welches wir zum Shooting mitnehmen variieren.

2. Equipment
Die Klassiker, die bei jeder Milchstraßen-Foto-Tour dabei sein sollen sind meiner Meinung nach die Folgenden:

  • Eine Kamera, die ein gutes Rauschverhalten bei hoher ISO hat und mindestens einen Kleinformatsensor (Vollformat) oder größer
  • Ein Objektiv, das uns erlaubt große oder kleine Teile der Milchstraße aufzunehmen, je nachdem was unsere Vision ist. Ich persönlich empfehle lichtstarke Objektive mit Brennweiten von 14-24mm wie z.B. das Sigma 14-24mm F2.8 DG DN | Art.
  • Ein stabiles Stativ, bevorzugt aus Carbon
  • Ein Fernauslöser um ruckeln an der Kamera zu vermeiden
  • Eine Nachführung, wenn das Ziel ist lange und ohne Startrails zu belichten
  • Eine Kopflampe, damit wir die Hände beim arbeiten frei haben

Welches Equipment ich für Shootings in meinem Rucksack dabei habe, ist in diesem Blogpost aufgelistet.

3. Fotos schießen und bearbeiten
Je nachdem welche Bedingungen am Tag des Shootings herrschen und welche Visionen wir im Kopf haben, können die Kameraeinstellungen variieren. Je nach Setting können sie in folgendem Rahmen liegen:

  • Belichtungszeit: 15’’-30’’ Sekunden
  • ISO: 1600-12800
  • Fokussiert wird hauptsächlich manuell oder mittels live-view automatisch auf einen hellen Stern.

Mit dem fertig Bild im Kasten, können wir dann mit den Programmen Adobe Lightroom und Adobe Photoshop das Maximum aus unseren Aufnahmen herausholen. Helfen dir diese Tipps weiter?
Hast du noch Fragen?
Dann kommentiere doch gerne unter diesem Blogpost. Ich freue mich auf dein Feedback!

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