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Wann und wo stelle ich mein Stativ auf?

Achtung!

Stativ erst auspacken, wenn der Ort genau unter die Lupe genommen wurde!

Es ist ein gern gemachter Fehler, das Stativ gleich von Anfang an aufzustellen.

Warum?

Wir nehmen uns die Chance, auf den Ort einzugehen und beschränken unseren Blick auf die Komposition nur rund ums Stativ wenn wir sofort aufstellen. Und das ist schade. Denn die  Orten haben oft viele Kompositionsmöglichkeiten zu bieten, gerade auch ohne Stativ.

Haben wir die passende Stelle und die Komposition gefunden, so ist es schon auch wichtig, die passende Zeitspanne zum Aufstellen des Stativs zu wählen. Denn natürlich kann man ein Stativ auch zu spät aufstellen. Es kann passieren, dass wichtige Minuten und das beste Licht verpasst werden. Das Aufbauen des Stativs braucht Zeit. Gerade bei gebrauchten Stativen kommt es vor, dass die Standbeine klemmen und dann geht wichtige Zeit verloren.  Denken wir nur einmal an einen Sonnenuntergang in den Bergen. Hier zum Beispiel haben wir nur ein paar Sekunden Zeit einen Sonnenstern zu kreieren bevor die Sonne hinter dem Bergkamm verschwindet.

Was können wir nun tun, damit wir unser Stativ nicht zu früh oder zu spät aufstellen?

  1. Einer Vision folgen
    Ich  habe noch keine bestimmte Vorstellung wie mein fertiges Bild aussehen soll? Gut, dann werde ich eben vor Ort so lange nach dem passenden Bildausschnitt ohne Stativ suchen bis er meiner Vision und Vorstellung entspricht. Sobald ich meinen Bildausschnitt gefunden habe, kann ich das Stativ platzieren und mein Bild schießen.
  2. Planen
    Habe ich keine bestimmte Vorstellung/Vision, kann ich mir mit Planung helfen. Zuerst überlege ich mir was ich fotografieren möchte, und vor allem wo. Dann schaue ich nach den Lichtverhältnissen und überlege, ob ich überhaupt ein Stativ dazu brauchen werde.Möchte ich zum Beispiel nachts die Sterne mit einem schönen Berg im Vordergrund fotografieren? Dann ist es von Vorteil einige Zeit vorher den Ort zu besuchen und auf Kompositionssuche zu gehen. Ich selbst nutze dafür gerne mein iPhone. So erspare ich mir die  Lasten des Kamerarucksacks samt Stativ. Auch am iPhone screen bekomme ich einen schönen Eindruck über mein Motiv, den Bildausschnitt und wie das Bild am Ende aussehen wird.

Ohne Stativ

Habe ich gar kein Stativ dabei, kein Problem. Es gibt Alternativen.

Meine Schwester hat ihre Kamera kreativerweise auf einen Sandhaufen am Strand platziert und es ist ihr damit gelungen, die wunderschöne Milchstraße herrlich und ohne Verwackelung aufzunehmen.

Es besteht auch die  Möglichkeit, die Kamera auf den Boden zu legen oder auf einen breiten Pfosten. Auch wenn es da neue Einschränkungen bezüglich der Komposition geben sollte: immer wieder gibt es Überraschungen und es entstehen neue schöne Bildinhalte, mit welchen man gar nicht gerechnet hat. Also nur Mut und Freude am Experimentieren! Die Kunst liegt im Auszuprobieren! Je mehr wir probieren desto schneller entwickeln wir einen Sinn für das "Sehen von Kompositionen".

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